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Liebe Mitglieder des BVDM, liebe Motorradfahrer,
die 44. Deutschlandfahrt des BVDM ist gerade vorbei und sie hat mir wieder einmal gezeigt, was für viele Facetten das Motorradfahren hat und was es mir bedeutet. Und wenn dann der 95-jährige Arno, eines unserer Gründungsmitglieder, mit strahlendem Gesicht erzählt, dass Motorradfahrer ein besonderer Schlag Menschen sind, dann kann ich ihm zustimmen, zumindet beim Blick in den Kreis derer, die bei der Deutschlandfahrt teilgenommen hat. Angesichts dessen, was sich teilweise auf dem Sudelfeld oder anderen von Streckensperrungen bedrohten oder teilweise gesperrten Straßem abspielt, gilt das leider nicht für alle Motorradfahrer. Ohne Rücksicht auf Verluste fahren einge mit ihren Maschinen weit jenseits dessen was erlaubt und sozial verträglich ist. Ihnen ist egal, ob eine Strecke gesperrt wird, dann heizen sie halt über eine andere.
Das Schlimme daran ist, dass wir anderen alle darunter leiden müssen. Und das betrifft beileibe nicht nur unser Image, sondern die immer weiter um sich greifenden Streckensperrungen. Und zunehmend wird das Argument der Polizei, dass sie für die gezielte Verfolgung der Problemgruppe nicht das erforderliche Personal hat, von den Gerichten akzeptiert. Wenn die Polizei nicht genug Personal hat und man die Verantwortlichen nicht zur Rechenschaft ziehen kann, sperrt man die Strecke und bestraft alle Motorradfahren. Ich kann dieses Rechtsverständnis in keiner Weise nachvollziehen. Man übertrage es einmal auf andere Bereiche oder auf Pkw-Fahrer. Weil illegale Autorennen stattfinden, die ja schon einige Menschenleben gekostet haben, sperrt man Straßen. Nein natürlich nicht, sondern die Polizei bildet Sondereinsatzgruppen, um die Verursacher zur Rechenschaft zu ziehen und die entsprechenden Gruppen verstärkt zu kontrollieren. Bei Motorradfahrern ist dafür angeblich kein Personal da.
Nein, es fehlt der entsprechende (politische) Wille. Und das darf nicht sein und diese Ungleichbehandlung dürfen wir uns nicht gefallen lassen. Gegen Streckensperrungen zu klagen ist das eine, aber wir müssen gleichzeitig massiv für unsere Rechte auf Gleichbehandlung kämpfen, sonst wird es immer weitere Einschränkungen für uns Motorradfahrer geben. Leider gibt es immer noch eine große Zahl von Motorradfahren, die nicht für ihre Interessen eintreten, die uns nicht im unserem Einsatz für eine Gleichberechtigung unterstützen.
Und wer das nicht aktiv durch Arbeit vor Ort tun kann, sollte zumindest Mitglied werden, denn unsere ehrenamtliche Arbeit kostet Geld und Gerichtsprozesse und Anwälte erst recht. Sich über Streckensperrungen aufzuregen und Änderungen zu fordern ist leicht, dagegen zu kämpfen viel Arbeit und teuer. Wir sind auf eure Unterstützung und entsprechende Spenden angewiesen. Wer auch künftig noch auf den schönen Strecken unterwegs sein will, muss jetzt aktiv werden!
Und wer den Spaß am Fahren genießen will, kann das bei den zahlreichen Veranstaltungen des BVDM tun, nächste Gelegenheit ist die Flugwachenrallye in der Eifel. Und wer sein Fahrkönnen weiter optimieren möchte, um in allen Situationen das Motorrad sicher zu beherrschen, ist bei einem Sicherheitstrainig des BVDM sehr gut aufgehoben. Auch erfahrene Motorradfahrer können noch etwas lernen.
Hinweisen möchte ich auch nochmal auf unseren Onlineshop. Gerne greifen wir auch Eure Anregungen für weitere Ausstattung auf.
BVDM-Onlineshop
Und an dieser Stelle wieder der wichtige Hinweis zu unserer Ballhupe. Sie gibt es ja ausschließlich als digitale Version. Wer dennoch eine gedruckte Version haben möchte, kann sich den Newsletter entweder selbst ausdrucken oder sich bei der Geschäftsstelle melden. Dort wird die Ballhupe dann ausgedruckt, in einen Umschlag gepackt und verschickt. Das kostet Zeit und Geld und sollte daher die absolute Ausnahme bleiben. Für die digitale Version sind wir darauf angewiesen, dass wir eure aktuelle E-Mail-Adresse haben und dass ihr euch für den Newsletter angemeldet habt.
Viel Spaß bei der Lektüre der Ballhupe wünscht Euch
Michael Lenzen
1. Vorsitzender BVDM
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