Nebel in der Eifel

Wann und wo?

Startpunkt am Samstag, den 08. August 2020 war das Clubgelände des LV-Rhein-Ruhr in der Nähe von Virneburg.

Eine „heiße" Angelegenheit

Ausgerechnet am heißesten Wochenende des Jahres starteten wir unseren 2. TourenTrophy-Wertungslauf unter Corona-Bedingungen.
Schon die Anreise war für uns aus Ostwestfalen bis in die Eifel bei Temperaturen zwischen 31 und 36 Grad eine Herausforderung. Nachmittags um halb vier ging es los über kleine Straßen durch das Sauerland. Der Abwechslung wegen und weil wir noch zwei Tourenziele der Tourenzielfahrt mitnehmen wollten, hatten wir mal eine andere Strecke gewählt als sonst. Die Sträßchen waren sehr schön, doch wollten sie einfach nicht enden. Und es wurde immer wärmer, je näher wir dem Rhein kamen. So entschlossen wir uns, uns ab Montabauer auf die Autobahn zu setzen und die beiden Tourenziele nicht mehr zu besuchen. Wir wollten schließlich noch im Hellen unser Zelt aufbauen. Gegen 20:30 Uhr waren wir endlich da - nass geschwitzt. Während Peter sich sogleich an den Zeltaufbau begab (was auch wieder schweißtreibend war), durfte ich für das Abendessen sorgen und am Grill auch noch ein bisschen weiter schwitzen. Ich war froh, als ich später mein Haupt im Zelt niederlegen konnte...

Clubgelände mit Coronakonzept

Morgens um viertel vor sieben war ich gleich die erste unter der Dusche. Das tat gut. Alle anderen waren aber auch schon bald wach und wären am liebsten gleich losgefahren, da es heute noch wärmer werden sollte als gestern. Aber Stefan hatte wie immer Brötchen für alle geholt und wir konnten erstmal unser Frühstück draußen bei angenehmen Temperaturen genießen. Die Veranstalter Fränki und Claudia hatten mehrere Bierzeltgarnituren zusätzlich zum großen Tisch auf dem Clubgelände aufgestellt - alles nach unserem ausgeklügelten Coronakonzept. Da hat sich der Vorstand des LV-Rhein-Ruhr wirklich viele Gedanken gemacht um ein Coronakonzept für das Eifel-Clubgelände aufzustellen. Alle hatten Platz, und es gab keine Drängelei an den Tischen oder abends in der Grillhütte. Jeder konnte in Ruhe sein Fleisch oder seine Würstchen grillen, auch wenn nur 2 Leute gleichzeitig am Grill stehen sollten. Und da hat dann das Wetter doch sein Gutes gehabt. Wir brauchten uns nicht in der Hütte aufhalten (wo es sicher doch eng geworden wäre), sondern alles konnte draußen stattfinden.

Kreisen, bis man schwindelig wird

Aber nun zur eigentlichen Fahrt. Drei Teilnehmer kamen zusätzlich zu den bereits anwesenden als Tagesgäste. Somit waren insgesamt fünf Profis und acht Touristen am Start. Fränki hatte eine Chinesenrallye ausgearbeitet, die von drei Sonderprüfungen unterbrochen wurde. Aufgabe 1 und 3 waren eine Pfeilskizze. Aufgabe 2 bestand aus einer einfachen Fischgräte. Letztere fand in demselben Terrain statt wie Aufgabe 1. Dazu bekam jeder eine Kartenkopie, auf der man die Aufgabe im Vorfeld lösen und in die Karte einzeichnen konnte. Die Aufgabe erforderte es auf den Feldwegen ziemlich oft Kreise zu drehen, bis man im wahrsten Sinne des Wortes fast schwindelig im Kopf war, so dass manch einer (hallo Peter) auch schonmal eine Runde schlichtweg vergessen hat zu fahren. Kommt vor, besonders bei der Hitze. Dann war es also doch ganz gut, daß ich diesen Teil alleine, ohne Peter, gefahren bin. Zuerst war ich etwas sauer, dass meine Startzeit so viel hinter der meines Mannes lag, und er auch nicht auf mich warten wollte. Aber ich habe mir dann einfach ganz viel Zeit gelassen. Unterwegs sah ich fast niemand von den anderen Teilnehmern. Als ich bei der Sonderprüfung ankam, waren dort alle Teilnehmer an einem kleinen Dreieck versammelt, an dem gleich mehrere Buchstaben aufgestellt waren. Veranstalter Fränki war auch vor Ort um noch den ein oder anderen Tip zur Aufgabenlösung zu geben - oder sich einfach zu amüsieren, wie alle umeinander kreisten. Alle fuhren kreuz und quer durch den kleinen Ort und die umliegenden Feldwege. Das verwirrte natürlich noch zusätzlich. Am Ende war ich wieder ganz allein und drehte meine Kreise, rätselte, wie Fränki das alles gemeint haben könnte und war froh, als ich endlich als Letzte die Kuchenkontrolle erreichte, die gleichzeitig als geheime Zeitkontrolle diente. Mein Hirn war schon langsam weich gekocht, aber eigentlich hatte ich, wie sich im Nachhinein herausstellen sollte, alles richtig gemacht. Nur die zu zählenden Statuen im Örtchen Ellscheid hatte ich nicht alle gesehen und für das Schild mit „Stadt Ulmen" hatte ich statt des „S" ein „U" aufgeschrieben.

Konfusion bei der Sonderprüfung

Sonderprüfung

Die letzte Etappe

An der Kuchenkontrolle wartete Peter dann doch auf mich. Nachdem wir kalte Getränke und abgepackte Süßigkeiten anstatt Kuchen (wegen Corona) zu uns genommen hatten, durfte ich den restlichen Weg doch mit Peter zusammen fahren. Er war es, der die letzte Sonderprüfungsaufgabe löste, wovon ich profitierte. An der Stelle hatten wir im letzten Jahr auch schon eine Sonderprüfung, woran sich Peter gut erinnern konnte. Er wußte bereits, wo die Sperrschilder standen und hatte die Strecke schon im Vorfeld gut geplant. Danke dafür, denn am Ende war ich auf dem zweiten Platz vor meinem Mann, der auf dem dritten landete.

Die Autorin an der GZKEs war sehr warm

Ende gut, alles gut

Alle Teilnehmer waren froh, den Tag bei der Hitze überstanden zu haben. Ich habe auch lange nicht mehr so geschwitzt wie an diesem Wochenende. Nichts desto trotz war es eine schöne Fahrt über kleine, kurvige Eifelsträßchen. Die Aufgabenstellung war vom Schwierigkeitsgrad her angemessen. Fränki läßt sich auch immer wieder etwas Neues einfallen, wie dieses Mal die Fischgräte. Vielen Dank für die Organisation an Claudia und Fränki.

Ergebnisse

Touristenklasse

PlatzFahrerBeifahrerMotorradStrafpunkte
1 Mike W.   BMW R1200GS 0
2 Stefan K.   Honda Crosstourer 15
2 Marco S.-H.   Yamaha Tracer 900 15
4 Alfred K.   Suzuki Bandit 1250 45
5 Stefan M.   Yamaha XTZ660X 75
5 Dieter S.   Triumph Tiger 800 75
5 Marcel R.   Suzuki Enduro 75
8 Stefan W.  Steffi W. BMW R1150GS 90

Profiklasse

PlatzFahrerBeifahrerMotorradStrafpunkte
1 Norbert L.  Uschi L. BMW K1200RS Gespann  30,4
2 Inge A.   BMW F750GS 31,9 
3 Peter A.   BMW R1250GS  45,4
4 Jürgen W.  Annelie W. Suzuki Bandit 1250 60,8 
5 Renate L.  Jörg L. BMW R1200GS  105,0

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