Was ist die TourenTrophy?

Die TourenTrophy ist eine Veranstaltungsreihe von Motorrad Orientierungsfahrten.

Viele Motorradfahrer benutzen heutzutage ein Navi. Die Routenplanung erfolgt oft am heimischen PC, die Strecke kann unterwegs genossen werden. Während das Navi also für so manchen eine echte Erleichterung bei den Touren darstellt, wird die Orientierung anhand einer Karte schon fast verlernt.

Das möchten wir ändern - denn es ist ein echtes Erfolgerlebnis sich seinen Weg selber zu erarbeiten!

Bei unseren Orientierungsfahrten ist daher das Navi tabu (die Anreise zum Startort kann natürlich mit Navi erfolgen). Die Strecke wird von unseren Fahrtleitern anhand verschiedenster Fahrtunterlagen verschlüsselt vorgegeben und der Teilnehmer erarbeitet sich quasi seine Strecke damit und fährt diese dann ab.

Wie geht das?

Bei den Fahrten der TourenTrophy wird die Strecke durch den Fahrtleiter auf verschiedene Art und Weise beschrieben. Die drei wichtigsten Aufgabenstellungen (Chinesenrallye, Pfeilskizze und Fischgräte) werden hier kurz erklärt.

Generell gilt aber, dass es nicht auf besonders schnelles oder geschicktes Fahren ankommt. Um den Einstieg zu erleichtern, gibt es bei den Fahrten zwei getrennte Wertungsklassen (Touristen und Profis) mit unterschiedlich anspruchsvollen Aufgaben. Auch starten die Teilnehmer nicht alle auf einmal, sondern im Abstand von ein bis zwei Minuten. Jeder Teilnehmer soll seine Strecke ja selber finden und abfahren - und nicht einfach nur dem Vordermann folgen.

Am Jahresende werden die Wertungen der einzelnen Fahrten zusammengerechnet und alle Teilenhmer, die an mindestens zwei Fahrten teilgenommen haben haben sich für die Jahreswertung platziert. Die Siegerehrung der Jahreswertung erfolgt im Rahmen der TourenTrophy Abschlussfahrt am Ende der Saison.

Chinesenrallye

Eine Chiesenrallye ist eine Abfolge von Kreuzungsskizzen und zugehörigen Entfernungsangaben.

Das klingt kompliziert, ist aber eigentlich die einfachste Form der Orientierungsaufgabe. In einer Skizze wird eine schematisierte Kreuzung (Abzweigung) dargestellt. Zwei der Wege sind besonders markiert. Der Weg, auf dem man an die Kreuzung herankommt, ist mit einem Punkt gekennzeichnet. Ein Pfeil weist in die Richtung, wohin man weiterfahren soll. Zusätzlich gibt es eine Entfernungangabe. Diese beschreibt, wie weit man fahren muss, um zu der dargetellten Kreuzung zu kommen.

Die einzelnen Chiensenzeichen sind durchnummeriert. Man beginnt also am Startpunkt. Im Zeichen 2 steht eine Entfernung. Diese legt man zurück und kommt dann an dem per Punkt in der Skizze gekennzeichneten Weg an der Kreuzung an. Man verlässt die Kreuzung in Richtung Pfeil.

Es empfiehlt sich, den Tageskilometerzähler beim Verlassen eines Zeichens zu nullen, dann ist es einfacher, die Entfernung des nächsten Zeichens abzumessen.

Das Ganze lässt sich natürlich einfacher mit einer Beispielaufgabe erklären.

Beispielaufgabe Chinesenrallye

Das erste Bild zeigt den Start. Man startet vom Parkplatz, biegt links auf die Strasse ein und fährt an der sich direkt anschließenden Querstraße nach links los.

Da man ja zuvor seinen Tageskilometerzähler auf Null gestellt hat, ist es nun einfach, die 4,1km bis zum Zeichen 2 abzufahren (man folgt bis dahin bei eventuellen Abzweigungen einfach der Hauptfahrtrichtung).

Nach den 4,1km befindet man sich nun an dem mit dem Punkt gekennzeichneten Weg in Bild 2. Man stellt den Tageskilometerzähler wieder auf Null und biegt nach Rechts ab.

Nach 2,8km kommt man an dem Punkt von Zeichen 3 an und biegt links ab. Und so fährt man von Zeichen zu Zeichen durch die Chinesenrallye.

Das Lesen von Karten ist hierbei nicht erforderlich.

Als mögliche Schwierigkeiten können hier vorhanden sein:

  • eine Veränderung der Reihenfolge der Chiesenzeichen auf dem Blatt. Also auf die Nummerierung achten.
  • eine Drehung der Kreuzung im Chinesenzeichen (d.h. der Weg mit dem Punkt muss nicht immer unten sein).
  • eine Spiegelung des Chiesenzeichens (erkennbar an spiegelverkehrter Schrift für Nummer und Entfernung). Dies kommt aber sehr selten vor.

Pfeilskizze

Eine Pfeilskizze besteht aus einer Kartenkopie, in welche vom Veranstalter kleine Pfeile eingezeichnet wurde. Die Pfeile sind zu vebinden, wobei immer der Pfeil der jeweils Nächste ist, der laut Karte auf kürzester Strecke erreichbar ist. Pfeile müssen genau einmal komplett in Pfeilrichtung durchfahren werden und dürfen nicht komplett entgegen der Pfeilrichtung durchfahren werden. Je nach Fahrtaufgabe ist das teilweise durchfahren eines Pfeils zulässig.

Als Hilfsmittel zum Lösen einer solchen Aufgabe empfiehlt es sich, eine Lupe mitzubringen - um genau zu sehen, wo der Pfeil denn anfängt und aufhört. Daraus stellt sich der Teilnehmer dann seine Strecke zusammen und markiert sie z.B. mit einem Textmarker in seiner Kartenkopie.

Fischgräte

Eine Fischgräte ist eine etwas kompliziertere Aufgabenstellung und findet zumeist nur in der Profiklasse Anwendung.

Ähnlich eines stilisierten Rückgrates eines Fisches sind hierbei Wege eingezeichnet. Punkt 1 bedeutet hierbei, dass man an einen einfachen Abzweig kommt und hier der linke von beiden Wegen genommen wird (der andere Weg wird rechts liegen gelassen). In der Natur kann das bedeuten, dass auf einer graden Strasse ein Abzweig nach links besteht - und man diesen nehmen soll. Es kann aber auch auf einer Straße ein Weg nach rechts abzweigen. Da man ja 'den linken' Weg nimmt, fährt man also weiter geradeaus.

So hangelt man sich also von Abzweig zu Abzweig. Die einzige Kontrolle seiner Strecke besteht für den Teilnehmer darin, ob die Anzahl der sich am Abzweigpunkt treffenden Weg passt. So wird eine einfache Kreuzung in der Fischgräte als Abzweigpunkt von zwei Linien dargestellt. Gehen z.B. beide Linien nach links ab, so handelt es sich um eine Art Kreuzung (es treffen sich insgesamt vier Wege) und man nimmt den 'rechtesten'.

Die Aufgabe einer Fischgräte ist - wenn man das Prinzip einmal verinnerlicht hat - recht einfach. Der Knackpunkt ist allerdings, jeden Weg als solchen zu erkennen. Denn da die Aufgabenstellung ja iterativ ist (ein Schritt also auf dem Vorherigen aufbaut), bringt ein Fehler die ganze Strecke durcheinander und man merkt unter Umständen erst mehrere Abzweige später, dass man falsch ist.

Wie aber bereits oben erwähnt: diese Aufgabenstellung findet sich (wenn überhaupt) nur in der Profiklasse.

Wo geht's lang?

Die befahrenen Strecken bestehen überwiegend aus kleineren, reizvollen Motorradsträßchen in landschaftlich schönen Gegenden. Es kommt bei unseren Orientierungsfahrten auch ausdrücklich nicht darauf an, besonders schnell oder besonders geschickt zu fahren. Das Erlebnis mit Gleichgesinnten nimmt bei uns dagegen einen hohen Stellenwert ein.

Neue Teilnehmer sind bei unseren Fahrten jederzeit willkommen!

Detaillierte Informationen, Termine und Ergebnislisten zur TourenTrophy werden per E-Mail verteilt. Eine kurze Beschreibung der Fahrten incl. Termin und Anfahrtsbeschreibung findest Du auch hier auf unserer Webseite.

Was kostet die Teilnahme?

Als Mitglied des BVDM kostet Dich die Teilnahme an einer Veranstaltung der TourenTrophy nur 5€. Auch als Nicht-Mitglied bist Du willkommen und kannst für eine Teilnahmegebühr von 15€ starten.

Bei Fragen und Anregungen zur TourenTrophy, wende Dich einfach per Email an den Sportwart des BVDM Peter Aufderheide.

 

Video BVMD TourenTrophy

 

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