Deutschlandfahrt

Eine Zeitreise mit dem Motorrad in das Land des Weines, der deutschen Geschichte und der eigenen Vergangenheit

Was macht die Deutschlandfahrt des BVDM (Bundesverband der Motorradfahrer e. V.) so einzigartig?
Worin liegt der besondere Reiz, das Motorradfahren mit Fragen zu regionaler Kultur und deutscher Geschichte zu verbinden?
Was bedeutet überhaupt „Deutschlandfahrt"?
Welche Zielgruppe reist da durch die Republik?

Genau diese Fragen stellt mir mein Motorrad reisender Freund und Mitarbeiter meines Reiseblogs Franz, als ich ihm von meinem Start bei der 40. Deutschlandfahrt des BVDM berichte.

Antworten auf meine Fragen habe ich erhalten. Sie waren eine beeindruckende Reaktion auf alle Klischees, die sich um Motorradfahrer und das Motorradfahren schlechthin ranken. Und sie waren so überzeugend, dass ich dem BVDM beigetreten bin.

Der Brockhaus muss nicht mitgenommen werden . . .

Wer sich als interessierter Motorradfahrer – gleichgültig ob dort Mitglied oder nicht - beim BVDM zur Deutschlandfahrt anmeldet, erhält per Post ein Wertungsheft, dazu per Mail die GPS Daten mit allen 12 Haupt- und zwei der jeweils drei Nebenkontrollstellen. An den Nebenkontrollen sind ortsbezogene Fragen zu beantworten, für die man das Motorrad verlassen muss. Es geht um geschichtliche oder kulturelle Themen, die sich um die jeweilige Örtlichkeit ranken. Aber keine Angst, Brockhaus und Wanderstiefel müssen nicht mitgenommen werden. Alle Antworten stehen auf erreichbaren Hinweistafeln vor Ort.

Die Tagesfahrtzeiten sind begrenzt . . .

Thomas und Katja Thiel bei der PlanungDie Reiseplanung kann also beginnen. Die Punkteverteilung der Wertungen sorgt dafür, dass möglichst viele Nebenkontrollen angefahren werden. Das führt nicht nur zu einer durchaus beachtlichen Wissenserweiterung, sondern erhöht auch die Chancen auf eine Platzierung im vorderen Teilnehmerfeld. Wobei die Wissenserweiterung nicht immer bleibender Natur sein muss. Wer sagen kann, wie viele Sprossen eine Treppe an der Schnittlicher Eiche hat, der gewinnt keine Erkenntnis fürs Leben, dokumentiert aber, dass er am Ort der Erleuchtung war. Schummeln ist übrigens nicht möglich. Die Fragen zu den Nebenkontrollen werden erst an der zugehörigen Hauptkontrolle übergeben.
Die Reiseplanung beschränkt sich also auf die Fahrtstrecken. Aber auch dabei ist genaue Berechnung gefragt. Die Tagesfahrtzeiten sind begrenzt. Nachkontrollen sorgen dafür, dass sie auch eingehalten werden. Und Mindestfahrzeiten zwischen den Hauptkontrollen führen dazu, dass Appelle an die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung auch erhört werden.                                                      

Eine ganz persönliche, individuelle Veranstaltung . . .

Den Startpunkt der Reise und die Reihenfolge der Haupt- und Nebenkontrollen legt jeder Teilnehmer für sich fest. Es ist auch gleichgültig, ob allein, in der Gruppe, als Team, mit einem Solomotorrad oder Gespann gefahren wird. Die Deutschlandfahrt ist in jeder Hinsicht eine ganz persönliche, individuelle Veranstaltung.

Als Abhängiger neuester Navigationstechnik plane ich meine Reise auf dem Rechner und übertrage die Daten dann auf das Navigationsgerät. Aber auch weniger Technik affine Zeitgenossen können mit einem ordentlichen Kartenmaterial ihre Fahrt detailliert organisieren.

Die Deutschlandfahrt führt nicht durch ganz Deutschland . . .

An dieser Stelle beantwortet sich bereits eine der Fragen, die mir Franz gestellt hat. Die seit 1976 vom BVDM durchgeführte Deutschlandfahrt führt nicht durch ganz Deutschland, obwohl das ursprünglich, bis 1981, einmal so war.

In einem Interview erklärt mir Wolfgang Schmitz, Schatzmeister des Verbandes, Referatsleiter und Organisator nicht nur der Deutschlandfahrt: „In jedem Jahr erfahren wir eine andere Region Deutschlands. Dabei gibt es selbst bei 39 durchgeführten Deutschlandfahrten noch weiße Flecken auf der Landkarte, die es zu schließen gilt. So haben schon vor zwei Jahren die Teilnehmer der Deutschlandfahrt aus Gütersloh über Quedlinburg und Rothenburg als noch weiße Flecken auf der Deutschlandkarte abgestimmt. Für dieses Jahr fiel die Wahl auf Rothenburg ob der Tauber und damit auf die Bereiche Baden-Württembergs und Nordbayerns."

Eine kleine, etwas nostalgische Reise in die eigene Vergangenheit . . .

Die 40. Deutschlandfahrt des BVDM führt also in die Region Baden-Württembergs und Nordbayerns. Für mich ist diese Deutschlandfahrt auch eine kleine, etwas nostalgische Reise in die eigene Vergangenheit. Vor Jahrzehnten war ich bereits aktives Mitglied des Verbandes und eifriger Mitarbeiter im Redaktionsteam der Ballhupe. (Verbandszeitschrift des BVDM) Wie so oft im Leben haben sich später unsere Wege getrennt. Die Deutschlandfahrt gab es damals schon. Nur nicht so perfekt. Mit Landkarten, ohne GPS und ohne Navigationsgerät. Aber auch schon mit einer Menge Herzblut. Ich bin gespannt, ob ich noch jemanden treffe, der mich seinerzeit auf meinem Weg begleitet hat.

Meine Reise beginnt am frühen Morgen in Obereisenheim . . .

Gasthaus-zum-Loewen-SchildMeine Reise beginnt am frühen Morgen um 08.00 Uhr auf dem Parkplatz
des Gasthauses zum Schiff in Obereisenheim.

1346 wurde der Weinort erstmals als eigenständige Siedlung genannt, ohne BVDM.
Historisch also ein neueres Örtchen. Am Rande des Landkreises Schweinfurt gelegen
bietet es eine gemütliche Gastronomie, bezahlbare Unterkünfte und malerische
Aussichten auf Weinberge und Main.

Und natürlich, 1346 noch nicht bekannt, die Hauptkontrolle zwei des BVDM
am besagten Gasthaus.


Eine kleine Fähre führt direkt gegenüber der Kontrollstelle über den Fluss und ist trefflich als Abkürzung auf dem Weg zur nächsten Nebenkontrolle zu nutzen.

 

Fähre über den Main bei Obereisenheim

Nach einer gefühlten Minute der Überraschung sind wir glücklich . . .

An der Hauptkontrolle 2 treffe ich Horst Orlowski, Ehrenvorsitzender des BVDM. Er war damals einer meiner Wegbegleiter.

„Günter, wenn Du jedes zweite Wort „Krad" durch „Motorrad" ersetzt, wäre ich Dir dankbar." Diese Worte klingen mir noch heute im Ohr, als ich ihn nach Jahrzehnten wieder erblicke. Nach einer gefühlten Minute der Überraschung sind wir glücklich über das Wiedersehen. Die alten Bande halten Horst keineswegs davon ab, mit Akribie mein Motorrad zu kontrollieren und den Kilometerstand zu notieren. Es hat sich nicht alles verändert.
Ich bin nicht allein an der Kontrollstelle. Einige Mitglieder des BVDM haben sich Obereisenheim als Startpunkt ausgesucht. Das lag aber wohl weniger an der Gemütlichkeit des Ortes nebst Weinproben und Mainblick denn an der Planung der eigenen Route.

 

Morgendlicher Mainblick am Fähranleger Obereisenheim

Tempus fugit . . .

Henning Knudsen ist einer der Teilnehmer der 40. BVDM Deutschlandfahrt und wahrlich kein unbekannter. Er war seinerzeit Mitglied des Redaktionsteams der Ballhupe und Verkehrs-Sicherheitsreferent.
„Das war damals schon wie ein zweiter Beruf. Ich war permanent für den BVDM unterwegs. Heute ist es anders. Ich bin nur noch als Mitglied aktiv. Mein Beruf ließ nicht mehr zu. Und ein Versprechen an meine Gattin gab es auch noch."Henning hat seinen Sohn mitgebracht, der auf einem eigenen Motorrad teilnimmt. Tempus fugit.

Strahlender Sonnenschein, hochsommerliche Temperaturen und die Aufgaben an den vielen Nebenkontrollen, die ich an diesem Freitag besucht habe, lassen mich jedoch nicht lange in Nostalgie verweilen.

Tinne und Lieve . . .

Am Kloster Ebrach treffe ich einige der Motorradfahrer wieder, die mit mir an der Kontrollstelle 2 eingecheckt haben. Mit ihnen Tinne und Lieve, zwei Gespannfahrerinnen aus Belgien. Die eine fährt, die andere schreibt die Antworten zur Nebenkontrolle in das Wertungsheft, gemütlich, vom Beiwagen aus. Arbeitsteilung in Reinkultur.

 

Tinne und Lieve

Später erfahre ich, dass sie in Belgien ein Treffen für Gespannfahrer organisieren, die Jumbofahrt in Brügge. Für 2020 bekomme ich eine Einladung. Als Solofahrer darf ich aber nicht teilnehmen. Getreu dem Motto: „Nur schauen, nicht anfassen."

Ein Kloster als Justizvollzugsanstalt . . .

Justizvollzugsanstalt Kloster Ebrach


Das Kloster Erbrach ist heute zu großen Teilen eine
Justizvollzugsanstalt im schicken, historischen Gewand
eines alten, aus dem Jahre 1127 stammenden,
klerikalen Gebäudekomplexes mit angrenzender
Abteikirche. Aus dieser Historie ergeben sich dann
auch die Fragen dieser sehenswerten Nebenkontrolle.

 



 

Kleine, gewundene Nebenstraßen, unzählige Kurven und malerische Ausblicke

 Wälder und Kurven in Franken

Wälder und Kurven in Franken

Die Fahrt führt mich an diesem Tag 329 Kilometer lang über kleine, gewundene Nebenstraßen mit unzähligen Kurven, malerischen Ausblicken auf die umliegenden Hügel einer ausgewiesenen Wein- und Ferienregion bis nach Gerolfingen. Unmöglich, jede der 12 von mir besuchten Nebenkontrolle zu beschreiben, wenngleich sie alle für sich erwähnenswert wären. Aus diesem Grund sei mir eine kleine Auswahl gestattet.

Große, hölzerne Wasserräder schöpfen das Wasser aus dem Fluss . . .

Möhrendorfer WasserschöpfräderDie Möhrendorfer Wasserschöpfräder an der Regnitz sind mir
wegen ihrer Besonderheiten und der pittoresken Lage explizit
im Gedächtnis verblieben. Als letzte ihrer Art in Mitteleuropa sind
sie ein Kulturdenkmal. Große hölzerne Wasserräder schöpfen das
Wasser aus der Regnitz und leiten es über Kanäle ab in die Uferregion.
Ursprünglich stammen sie aus dem 15. Jahrhundert. Noch 1805 gab
es 190 dieser Räder, verteilt über 25 Flusskilometer. Heute werden
die verbliebenen zehn Räder von verschiedenen Sponsoren betreut
und erhalten. An den Wasserrädern treffe ich Henning mit seiner Gruppe wieder. Zu viert bilden die Solofahrer eine Mannschaft, steigen ab und schwärmen eilig aus, um möglichst schnell alle Fragen zu den historischen Rädern beantworten zu können. Dann geht es für sie weiter. Wie ich bei der Siegerehrung erfahren habe, dem ersten Platz in der Mannschaftswertung entgegen.

Im Wahn des tausendjährigen Reichs . . .

 Ehemalige Kongresshalle Nürnberg, Reichsparteitagsgelände

Ehemalige Kongresshalle Nürnberg, Reichsparteitagsgelände

In Erinnerung bleibt, wenn auch mit gemischten Gefühlen, das Dokumentationszentrum zum Reichsparteitagsgelände in Nürnberg an der ehemaligen Kongresshalle des dritten Reichs. (1933 – 1945) Über 50.000 Besucher sollten seinerzeit dort - im Wahn des „tausendjährigen Reichs" - Platz finden. Die Architektur der Kongresshalle orientierte sich unter anderem am Kolosseum in Rom. Gestalterischer Größenwahn. Das Gebäude wurde nach der Grundsteinlegung 1935 nicht ganz fertiggestellt. Noch heute strahlt der aus Ziegelsteinen gemauerte Torso der Halle etwas von der Macht und Gewalt aus, die seinerzeit Deutschland beherrschte.

Silberhochzeit mit dem BVDM . . .

Silvia Laude an ihrer Kontrollstelle 15 Kilometer westlich von Nürnberg treffe ich in
Raitersaich an der Hauptkontrolle vier Silvia Laude.
Sie betreut den Haltepunkt mit all ihrer Erfahrung
aus 23 Jahren BVDM.
Silvia berichtet voller Stolz: „Ich meine, ich habe
2021 Silberhochzeit mit dem BVDM.
Ich bin durch meinen Mann an den Verband gekommen,
der ist schon länger da. Und dann bin ich einfach mitgegangen.
Die Arbeit an den Kontrollstellen mache ich schon seit
ungefähr 20 Jahren. Das macht immer Spaß."

 

 

 

Vorsicht, gar nicht bissig . . .

Carl, Vorsicht bissig

Die Pause zur Nachtkontrolle in Gerolfingen habe ich mir redlich verdient. Am Abend sitze ich noch eine Weile mit Tourenfahrern des BVDM zusammen. Einer von ihnen ist Calli, mit einer vielsagenden Mailadresse „vorsicht-bissig..." Bissig wird es dann aber doch nicht, eher lustig. Wir fachsimpeln und schwelgen in Erinnerungen vergangener Reisen in nicht ganz so ferne Länder. Bis irgendwann der Gedanke reift, dass am nächsten Morgen alle wieder startklar um 08.00 Uhr bereitstehen müssen.

 

 

Über die Deutsche Limes Straße und die Romantische Straße nach Tauberzell . . .

Der folgende und damit letzte Tag der Deutschlandfahrt ist für mich vor allen Dingen von zwei Dingen geprägt: der Anfahrt von Gerolfingen zur 54 Kilometer entfernten Hauptkontrolle sieben am Landgasthof Läuterhäusle in Unterkochen und der dann folgenden Weiterreise über etwa 102 Kilometer zum Zielort in Tauberzell. Dass ich hierbei die geschichtsträchtigen und landschaftlich sehr ansprechenden Routen der Deutschen Limes-Straße und der Romantischen Straße nutze, versteht sich fast von selbst.

Ich gebe zu, ich habe nicht alle der 12 Haupt- und 36 Nebenkontrollen absolviert. Das muss man auch nicht, um Spaß an der Deutschlandfahrt zu gewinnen und Antworten auf die Fragen zu finden, die mir Franz gestellt hat. Nicht erst der Jakobsweg bringt die Erleuchtung.

 An den vier Perlen des Jakobsweges

 An den vier Perlen des Jakobsweges

Mehr als nur Meistertrunk und Lebkuchen . . .

Um eine Landschaft zu begreifen und mit allen Sinnen zu erfassen, wie es einzigartig besonders mit dem Motorrad geht, braucht es neben dem Bezug zur Natur auch den Kontakt zur regionalen Kultur und Geschichte eines Landstrichs. Nürnberg ist nicht nur wegen des Weihnachtsmarktes und des Lebkuchens zur Weihnachtszeit eine besondere Stadt. Rothenburg ob der Tauber besitzt viel mehr als den Meistertrunk, der seit 2016 dort Kulturerbe ist. Klöster, Burgen und Museen zeugen vom Bezug einer Region zu dem Staat, zu dem sie gehört. Der Begriff der Deutschlandfahrt erhält so eine Dimension, wie sie für Motorradtouren einzigartig ist.

Privatschloss Dennenlohe

Privatschloss Dennenlohe

An der Hauptkontrolle in Unterkochen entschließe ich mich, direkt die letzten Kilometer nach Tauberzell weiterzufahren. Eine kluge, wenn auch rein zufällige Bauchentscheidung. Um 14.30 Uhr müssen alle Teilnehmer in Tauberzell an der Zielkontrolle angekommen sein. Ansonsten ist das Schicksal der Disqualifikation unumgänglich.

 

Bei dieser Deutschlandfahrt gewinnt jeder . . .

Ankunft in Tauberzell Etliche Straßensperrungen und Umleitungen,
die so gar nicht zum Flair einer „Romantischen Straße"
passen wollen, treiben mir die Schweißperlen auf die Stirn.
Man glaubt gar nicht, wie lang unter solchen
Bedingungen 102 Kilometer werden können.
Ich schaffe es. Pünktlich um 14.00 Uhr treffe ich in
Tauberzell am Landhaus zum Falken ein. Mit einem Lächeln drücke ich Wolfang Schmitz mein Wertungsheft in die Hand. Er gibt es zur Auswertung weiter. Ich habe gewonnen, wie jeder andere Teilnehmer hier auch, gleichgültig ob mit oder ohne Pokal.

 

 

 

Es ist schon eine umfassende Organisation erforderlich . . .

Viele ehrenamtliche Helfer aus den Reihen des BVDM machen eine solche Veranstaltung erst möglich.

Wolfgang Schmitz, der bereits die 15. Deutschlandfahrt organisiert: „Ich habe schon vom Elefantentreffen im Januar 2019 aus (Thurmansbang-Solla/Loh im Bayerischen Wald, bei Passau) die ersten Punkte der Deutschlandfahrt abgeklappert. Im Februar war ich noch einmal in der Region und habe das, was ich zusammen mit Michael Bojert an interessanten Punkten festgelegt hatte, besucht und die Fragen und Antworten der Nebenkontrollen festgelegt. Nach der folgenden Planung am Rechner werden die Helfer für die Kontrollstellen bestellt. Das ist schon eine umfassende Organisation, die hier erforderlich ist."

Die Helfer des BVDM bei der 40. Deutschlandfahrt  

 Die Helfer des BVDM bei der 40. Deutschlandfahrt

Disziplin und Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmer

Wolfgang Schmitz

„63 Solofahrer und 9 Starter in der Teamwertung haben für die 40. Deutschlandfahrt genannt. Jeder Teilnehmer hat dabei zwischen
800 und 1000 Fahrkilometern einschließlich der Anfahrt zum Veranstaltungsort zurückgelegt", so Wolfgang Schmitz weiter, „außer einem harmlosen Kupplungsschaden habe ich von keinen Vorfällen gehört, die ansonsten immer sehr schnell an den Veranstalter herangetragen werden."Auch aus dieser Sicht war die 40. Deutschlandfahrt eine gelungene Veranstaltung, was sicherlich für die Disziplin und das Verantwortungsbewusstsein der Teilnehmer spricht.

Welche Zielgruppe reist durch die Republik?

Das führt mich zu der letzten Frage, die ich Franz beantworten muss. Welche Zielgruppe reist da durch die Republik? Das Interesse am Motorradfahren, an Kultur, an freundlichem und herzlichem Miteinander, das ich überall erlebt habe und am Kontakt zu Land und Leuten der Region ist in der Kombination losgelöst vom Alter.

Kulturbewusstes Motorradfahren hat etwas mit Wertevermittlung zu tun, die auch in jungen Jahren weitergegeben wird. Ich denke hier an Hennings Sohn Marius, der mit Begeisterung und großem Erfolgt mitfährt. Die Deutschlandfahrt spricht, unabhängig von einer Mitgliedschaft im BVDM, alle an, die gerne Motorrad fahren und sich mehr mit ihrem Ziel auseinandersetzten wollen, als nur Kurven zu räubern und Kilometer zu machen.

Es gibt pauschal keine Altersgruppe, die an einer solchen Veranstaltung kein Interesse haben könnte. Und das spiegelt sich in den Gesichtern der Teilnehmer.

 

   

                                Glückliche                                            Gesichter                                         jeden Alters

 

Weltumspannend treffen wir uns in Bayern

Mein Dank gilt allen, die mir dieses Erlebnis ermöglicht haben, besonders den Helfern an den Kontrollstellen, die mit einem Lächeln im Gesicht und einer Tasse Kaffee in der Hand jeden Stress und Druck aus der Veranstaltung genommen haben. Die ehrenamtlich und unermüdlich an ihrer Kontrollstelle stehen und ein unverzichtbarer Teil dieser Fahrt sind. Und gerne darauf verzichten, selbst mitzufahren.

Michael Bojert mit Ehefrau ElkeDie netten Gespräche am Haltepunkt lockern
auf und tragen ihren Teil zum Gelingen der Fahrt bei.
So erfahre ich etwas von Störchen an der
Kontrollstelle und erlebe, dass die Welt manchmal
sehr klein ist. Michael Bojert stammt aus Dorsten,
seine Ehefrau Elke aus Marl. Beide sind nach Gütersloh
ausgewandert.
Weltumspannend treffen wir uns in Bayern.

 

 

 

G.H.-St.

 

 Die siegreichen Teams und Mannschaften

Die siegreichen Teams und Mannschaften

Mannschaft des BVDM Vorstandes mit Michael Wilczynski (Referent Streckensperrungen), Michael Lenzen (1. Vorsitzender), Karin Karrasch (Beisitzerin Vorstand), Olaf Biethan (2. Vorsitzender), daneben Wolfgang Schmitz (Moderator, Referate Deutschlandfahrt und Elefantentreffen, Schatzmeister) v. l. n. r.

Mannschaft des BVDM Vorstandes mit Michael Wilczynski (Referent Streckensperrungen), Michael Lenzen (1. Vorsitzender), Karin Karrasch (Beisitzerin Vorstand), Olaf Biethan (2. Vorsitzender), daneben Wolfgang Schmitz (Moderator, Referate Deutschlandfahrt und Elefantentreffen, Schatzmeister) v. l. n. r.

Sylvia Albrecht, 2. Platz

Sylvia Albrecht, 2. Platz

 

Ergebnisse:

Einzelwertung

1. Marius K., Christoph N., Henning K., Bernd N., Harald H., Christof M., Stephan R., Leif D., 5016 Punkte

2. Sylvia A., 5001 Punkte

3. Olaf B., 4898 Punkte

4. Dirk H., 4871 Punkte

5. Bernd S., 4832 Punkte

6. Michael L., 4801 Punkte

7. Karin K., 4797 Punkte

8. Ernst K., 4620 Punkte

9. Carl H-M., 4606 Punkte

10. Birgit K., 4458 Punkte

 

Teamwertung

1. Dirk I., Elke G., Uwe R., Charlotte R., 4968 Punkte

2. Thomas T,. Katja T., 4719 Punkte

3. Stefan W., Stefanie W., 4673 Punkte

 
Mannschaftswertung

1.  Christel's Jungs, Christoph N., Bernd N., Leif Drögemeier, 15.048 Punkte

     Gewetzte Messer, Henning K., Stephan R., Patrick R., Marius K., 15.048 Punkte

2.  BVDM Vorstand, Karin K., Olaf B., Michael W., Michael L., 14496 Punkte

3.  Die Hessen, Christof M., Harald H., Franz L., Uwe S. 14.279 Punkte


Die kompletten Ergebnislisten gibt es auf Anfrage an homepage@bvdm.de per Mail


Das Musterwertungsheft enthält alle Daten zu den Haupt- und Nebenkontrollen incl. Fragen und Antworten.

 

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Die nächste Deutschlandfahrt findet vom 28.8.-30.8.2020 im Allgäu statt.

 

 

 

 

Video mit allen Fragen und Antworten der Kontrollen

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