Symbolbild

In den letzten Monatenfanden in verschiedenen Städten Demonstrationsfahrten gegen den Bundesratsbeschluss vom 15.05.2020(Drucksache125/20) statt.

Wermelskirchen 27.06.2020

Die BVDM-Demo am27.06.2020 in Wermelskirchen richtete sich zwar auch gegen die Ungleichbehandlung von Motorradfahrern, jedoch nicht explizit gegen den Beschluss des Bundesrats, sondern vielmehr um eine Anordnung der Stadt, die ein einseitiges Tempolimit für Motorradfahrer verhängte.

Bei vielen Veranstaltungen waren auch Mitglieder des Bundesverbandes der Motorradfahrer vor Ort. Teilweise mit unseren blauen BVDM-Westen, aber auch rein privat und nicht zu erkennen.Am 4.07.2020 inOldenburg, sowie am 11. und 12.07.2020 wurde unser Referent für Streckensperrungen, Michael Wilczynski, von den Veranstaltern gebeten, die einzelnen Punkte des Bundesratsbeschlusses zu erklären und eine Stellungnahme des BVDM abzugeben.

Oldenburg, 04.07.2020

Das hat Michael gerne getan, aber auch versucht, den Veranstaltern aktiv unter die Arme zu greifen. So konnten die Ordnerwesten des BVDM in Oldenburg gute Dienste leisten und in Berlin wurden kurzfristig Ordnerarmbinden durch die Behörde gefordert. Aber auch diese sind im Fundus des BVDM vorhanden und wurden dort eingesetzt.In Oldenburg kamen trotz regnerischem Wetter mehr als 1500 Teilnehmer. Erstaunlich und erfreulich, wieviele Motorradfahret trotz der widrigen Bedingungen die Anfahrt auf sich genommen haben und auch im Regengeduldige Zuhörer waren. Am Ende der Demofahrt zeigte sich die Polizei leicht unzufrieden mit der Blockung der Kreuzungen. Das war zum einen der Unerfahrenheit des Teams, aber der fehlenden Ansprache an die Helfer durch die Polizei geschuldet. Als Fazit bleibt zu sagen, dass es eine gelungene friedliche Demonstration war, die wirklich gut durchgeführt wurde.

Oldenburg 1 Foto von Marcus Lacroix Foto von Marcus Lacroix

In Berlin fanden an zwei aufeinanderfolgenden Tagen (Samstag und Sonntag) gleich zwei Demofahrten zum Thema statt. Am Samstag durch einen ortsansässigen MC organisiert und am Sonntag durch die Initiative „Schräglagenfreiheit“.Beide Gruppen beabsichtigen derzeit nicht, sich zu eingetragenen Vereinen zu entwickeln.

 

Berlin, 11.07.2020

Am Samstag gab esbei gutem Wettereine Art Sternfahrt vonder Spinnerbrücke und aus RichtungPanketalzum Brandenburger Tor. Bei bestem Wetter trafen sich auch dort an beiden Startpunkten mehr als 1300 Teilnehmer mit ihren Maschinen. Quads,Trikes, Gespanne und alle Arten von Solomotorrädern. Ziemlich pünktlich fuhren die Konvois an den Startpunkten los,um die Fahrt zum Brandenburger Tor geordnet zu absolvieren. Am Brandenburger Tor sammelten sich die Motorradfahrer auf der Straße des 17.Juli, um der großen Kundgebung zu lauschen. Was Mario und sein Team auf die Beine gestellt haben, ist schon beachtlich.

Eintreffen der Teilnehmer Kurz vor der Abfahrt Mit 38 km/h auf der BAB 100 Einlauf am Brandenburger Tor Kundgebung Brandenburger Tor

Berlin, 12.07.2020

Ebenfalls bei schönstem Wetter fand am Sonntag, 12.07.2020, die Demofahrt der „Schräglagenfreiheit“ statt. Ab 10 Uhr rollte Maschine um Maschine auf dem Parkplatz Olympiapark ein. Zusehends füllte sich der Parkplatz und die Motorräder standen in Reih und Glied. Gegen 12 Uhr begann die Kundgebung, die Lars von der „Schräglagenfreiheit“ mit einigen scharfen Worten an die Regierung einläutete.Der eingeladene VerkehrsministerAndreas Scheuer hatte schon im Vorfeld wegen Terminüberschneidungen abgesagt.Unser Mitglied Michael Wilczynski übernahm den Redebeitrag zum Beschluss des Bunderates. Nach den gesprochenen Worten sollten Taten folgen. Ein langer Korso aus über 2000 Motorrädern setzte sich in Bewegung und fuhr zum Brandenburger Tor. Dort gab es noch einige Worte von Lars und Lutz, bevor die Versammlung ordentlich durch die Veranstalter beendet wurde.

 Olympiapark Olympiapark 1Am Brandenburger Tor

Fazit:

Besonders erwähnen muss man für alle drei Demos, dass sich die Teilnehmer absolut friedlich undCovid19 konform verhalten haben!Ein Dank von allen drei Veranstaltern geht hier an die Helfer und vor allem die Polizei, die einen tollen Job gemacht haben.

Herauszuheben ist noch, dass die beiden Gruppen in Berlin beschlossen haben, in Zukunft gemeinsam zu organisieren und nicht gegeneinander zu arbeiten. Respekt dafür!

 

Mary und Mario nach der Demo am 11.07. Die Veranstalter.

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