DK auf der Harthen Tour

Wann und wo?

Startpunkt am Samstag, den 11. September 2021 war der Gasthof Happe, Kirchplatz 6-7, in 33142 Büren-Harth

Anreise (Auf die Nasse Tour)

Eigentlich wollten wir am Freitagnachmittag schon früher nach Büren fahren, mussten jedoch erst den Starkregen abwarten, der sich über Bielefeld ergoss. Als es endlich aufgehört hatte, machten wir uns auf die Socken bzw. Räder, in der Hoffnung, dass es nicht unterwegs wieder anfangen würde. Kurzfristig kam unterwegs sogar mal die Sonne raus. Das hatte sich aber hinter Paderborn schon wieder erledigt. Glücklicherweise war es dann ein normaler Regen, kein Monsun wie am Nachmittag. Als wir in Büren Harth ankamen, hatte es auch schon wieder aufgehört. Einige unserer Vereinskollegen saßen bereits vor dem Lokal bei einem Bierchen. Wir bezogen unser Zimmer und freuten uns, nette Gesellschaft für den Abend zu haben. Bald gab es auch schon leckeres Abendessen zu zivilen Preisen. Bis auf zwei Nachtschwärmer, die mit der Dorfjugend noch bis spät in die Nacht Würfelspiele spielten, sind wir anderen alle rechtzeitig auf unseren „Matratzenhorchposten" gegangen.

Nicht ohne 3G (nein, nicht das Handynetz)

Nach dem Frühstück am Samstagmorgen kamen auch schon bald die ersten Tagesgäste. Das „Wettbüro" wurde von den 3 Veranstaltertöchtern alsbald eröffnet. Ihre erste Aufgabe, die sie auch sehr ernst nahmen, war, den Impfstatus der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu kontrollieren. Gerade als ich im Gespräch die Bemerkung machte, dass ja bei uns Motorradfahrern alle geimpft seien, tauchte ein Teilnehmer auf, den wir noch bei der letzten Rallye den ganzen Abend am Lagerfeuer „beknetet" hatten sich doch impfen zu lassen. Aber wie sich herausstellte, hatten unsere Überzeugungsversuche noch immer nicht gefruchtet. Deshalb durfte er direkt nach Büren zum Coronatestzentrum fahren, um sich die offizielle Absolution erteilen zu lassen, was er auch anstandslos tat. Glücklicherweise war er früh genug da, so dass er zum Start der Rallye wieder zurück war.

Zettelfalten (oder wie nannte man das damals bei Erich?)

In der Zwischenzeit arbeiteten wir unsere Strecke aus. Die Aufgabe bestand aus einer Pfeilksizze auf einer Karte im „Maßstab 1:keine Ahnung", die wir auf drei DIN-A3 Kopien bekamen. Oh je, das sah wieder nach viel „Zettelfalten" aus. Der Maßstab war so, daß man auch kleine Straßen darauf sehen konnte. Zusätzlich gab es eine Sonderprüfung, die zwischendurch von ZK 1 aus von den Profis gefahren werden sollte.

Insgesamt waren 15 Fahrerinnen und Fahrer am Start, wobei die Touristenklasse mal wieder höher frequentiert war als die Profiklasse (6 zu 9 Teilnehmer). Das scheint sich in letzter Zeit so einzubürgern... 

Peter und ich fuhren gemeinsam die Profistrecke, die auch scheinbar noch ein paar mehr oder andere Pfeile beinhaltete als die Strecke der Touristenklasse. Das dient natürlich alles zur allgemeinen Verwirrung. Man sollte also schon wissen, ob man dem Richtigen hinterher fährt. Aber da bin ich mir bei meinem Mann immer sicher...(oder?)

Weine nicht, wenn das Schild dir fehlt

Die Strecke führte uns zunächst durch den Ort Siddinghausen nach Weine. Auf dem Hinweg am Vortag fiel mir bei der Durchfahrung des Ortes direkt das Lied von Drafi Deutscher ein: „Weine nicht, wenn der Regen fällt". Im Nachhinein würde ich es jetzt eher umdichten in: „Weine nicht, wenn das Schild dir fehlt, dam dam..."
Leider nahmen wir zum Ort Siddinghausen eine Abzweigung zu früh, was bewirkte, dass das Schild für den Fluß Alme hier leider nur als Holzschild stand, welches wir natürlich nicht aufgeschrieben haben. An der richtigen Strecke befand sich dagegen ein offizielles Gewässerschild. Dieser und später noch ein weiterer Fehler sollten am Ende reichen, uns auf die hinteren Plätze zu verbannen.
Aber das wussten wir ja zu dem Zeitpunkt noch nicht. Also fuhren wir frohen Mutes zur ZK, wo uns Veranstalter Axel zusammen mit seiner jüngsten Tochter erwartete. Ab jetzt hieß es: Sonderprüfung Chinesenrallye fahren oder „Möllerei auf Feldwegen". Es gab hier keine Zeitwertung (wie angenehm), dafür einige nette Mädels als Durchgangskontrollen, die mal aus der einen, mal aus einer anderen Richtung „angefahren" - nein, lieber „besucht" - werden mussten, um von ihnen ein Autogramm zu ergattern. Dazwischen rum fuhren auch noch die Touristen ihre Pfeilskizze, allerdings nur zur Verwirrung der Profis. Die Kontrollposten besetzten neben Axel und seiner jüngsten Tochter, seine beiden älteren Töchter, die beide seit nicht allzu langer Zeit ihren Führerschein und ihr eigenes Motorrad haben. So werden die jungen Damen gleich richtig angelernt und für Nachwuchs bei den Rallyefahrern gesorgt. Und sie haben ihren Job super gemacht.

Mohnkuchen? Nee, Möhnekuchen

Nach der kurzen Chinesenrallye ging es wieder weiter mit der Pfeilskizze. Eine landschaftlich sehr reizvolle Strecke erwartete uns. Es ging am Möhnesee entlang, dann durch Feld, Wald und Flur und wieder zum Möhnesee zurück, wo uns Iris zusammen mit ihrem „Schwiegersohn in Spe" mit einer reichhaltigen Kuchenkontrolle beglückte. Alle fünf Kuchen waren von den fleißigen Töchtern in Eigenregie gebacken worden. Man muss sagen, die Drei sind wirklich zu gebrauchen. Die Kuchen waren übrigens alle sehr lecker.

Zurück ging es über Hirschberg, Warstein und viele kleine Sträßchen schließlich ins schöne Almetal, von wo aus es nicht mehr weit ist bis zum Ziel nach Büren Harth. Und das ist mir auch lange nicht mehr passiert, dass ich vergessen habe, den letzten Buchstaben (Ortsschild Harth) noch aufzuschreiben. Also wenn schon verkackt, dann richtig...

Finale mit Maikäferflugbenzin

Kirsten gewinnt die Touristenklasse (Frauenpower!) gemeinsam mit Stefan und Steffi, und Ingo landet dieses Mal auf dem dritten Platz. Herzlichen Glückwunsch, das habt Ihr gut gemacht! Die Profiklasse hat gleich drei Sieger. Jedoch sind wir es dieses Mal nicht. Herzlichen Glückwunsch an Dieter und Gaby, Jens und Jörg.
Aber auch wenn wir keinen Blumenpott gewonnen haben, so war es doch auch für uns eine tolle Veranstaltung mit einer reizvollen Fahrstrecke, die wir bei gutem Wetter und leckerem Kuchen sehr genossen haben. Und was soll's - bei uns zählt der olympische Gedanke: „Dabei sein ist alles". Als „Seelentröster" gab's bei der Siegerehrung ein Minifläschchen Maikäferflugbenzin für mich und für den Antialkoholiker Peter eine Tafel Schokolade.

Für das leibliche Wohl war natürlich auch gesorgt. Gastwirt Markus hatte, wie in jedem Jahr, sein Buffet für uns aufgebaut mit gegrillten Leckereien und seinem berühmten „Pulled Pork".

Nachdem sich die Tagesgäste wieder auf den Heimweg gemacht hatten, folgte noch ein unterhaltsamer Abend zusammen mit den anderen Übernachtungsgästen. Und damit der Tank für die Rückfahrt am Sonntag auch voll ist, wurde noch reichlich Maikäferflugbenzin eingefüllt.

Wir danken der gesamten Möllerei für die gute Organisation. Wir kommen auch bestimmt im nächsten Jahr wieder.

Ergebnisse

Touristenklasse

PlatzFahrerBeifahrerMotorradStrafpunkte
1 Kirsten B.   Yamaha Tracer 900  15
1 Stefan W. Steffi W. BMW R1200RT  15
3 Ingo B.   BMW R1200R  30
3 Andreas Z.   BMW R1250GS  30
3 Robert B.   Suzuki Vstrom  30
6 Jürgen W.   Suzuki Bandit 1250  45
6 Christoph   Kawasaki  45
8 Hans L.   BMW R850R  75
9 Marcel R.   Suzuki DR  210

Profiklasse

PlatzFahrerBeifahrerMotorradStrafpunkte
1 Jörg L.   BMW R1200GS  15
1 Dieter S. Gaby S. Yamaha XJR1300 Gespann  15
1 Jens W.   BMW R1100GS  15
4 Peter A.   BMW R1250GS  30
5 Inge A.   BMW F750GS  45
6 Ricardo G.   Moto Guzzi Breva  50

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Bilder von der Harthen Tour 2021